Neue Berichte

Pokalhalbfinale in Schottland

Ehrlich gesagt hab ich wohl die letzte Zeit nur so von Wochenende zu Wochenende gelebt und hätte meine Begleitung sich nicht um diverse Vorbereitungen gekümmert, wäre der Schottland-Trip wohl aufgrund mangelnder Planung ins Wasser gefallen. Aber zum Glück gibt es Leute, auf die man sich dabei verlassen kann und so wird mir dann am langen Osternwochende wirklich bewusst, dass der Kurzurlaub auf der Insel unmittelbar bevorsteht. Der Grund mag wohl sein, dass das Wochenende unserer Wahl mit dem Umbruch der Premiere League zu den Playoffs aufeinander fällt und uns somit neben dem kulturellen Teil eben nur eine Partie in der 1. Division blüht. Als dann aber mein Telefon blinkt und mir meine Begleitung freudestrahlend von der Erkenntnis berichtet, dass in diesem Zeitraum auch die Pokalhalbfinalspiele in Glasgow stattfinden, komm auch ich schlagartig wieder in die Gänge und wenig später hat uns ein Freund aus Schottland über ein paar Ecken Tickets für die Hibs-Kurve am Samstag mit Übergabe in Glasgow bestellt.
Nun doch hoch motiviert geht es also bereits am Vortag der Partie auf die Insel, wo nahe dem Loch Lomond Quatier bezogen wird. Für meine Begleitung ist es der erste Besuch auf der Insel, sodass er entsprechend panisch auf dem Beifahrersitz herumzappelt, während ich mich eigentlich recht schnell wieder an den Linksverkehr gewöhnt habe. Eine kleine Neuerung gibt es dann aber doch, denn es ist das erste Mal, dass der Tacho tatsächlich Meilen anzeigt - ups, da waren wir Anfangs wohl etwas flott unterwegs... Abends gibts dann noch einen Abstecher zum See und das erste Ale der Reihe schottisches Brackwasser. Mehr...

Bittere Niederlage - die Zweite

Zwei Besuche bei den Kolejorz hab ich bereits hinter mir und obwohl das Stadion nie voll war, hat mich die Stadt irgendwie in ihren Bann gezogen. Selbstverständlich kann man sich eine Partie wie die gegen Legia da nicht entgehen lassen und so wurden bereits frühzeitig Pläne geschmiedet. Mit großem Andrang hatte man natürlich gerechnet, nicht aber mit einem ausverkauften Stadion nach nicht einmal 3 Stunden im freien Verkauf. Somit hatte sich die Partie für die Autobesatzung aus Rostock schnell erledigt und für mich hieß es hoffen, dass die Akkreditierung genehmigt wird. Tatsächlich kam die lang ersehnte Mail bereits fast eine Woche vor dem Spiel und man kann sich vielleicht vorstellen, wie ich vor Freude im Dreieck gesprungen bin.
Hoch motiviert beginnt also am frühen Samstag morgen für mich ein langes Wochenende mit vorprogrammiertem Schlafmangel am Rostocker Busbahnhof. Die Stunden vergehen wie im Flug, denn jetzt ist die richtige Zeitpunkt, doch noch ein wenig zu schlafen. In Poznań erwartet mich dann bereits einer meiner polnischen Freunde, mit dem nach dem Check-In im Hostel die üblichen Kneipen unsicher gemacht werden. Einige Biere später, bin ich am nächsten Morgen froh, dass der Rezeptionist mir eine Gnadenfrist von 4 Stunden für den Check-Out eingeräumt hat. Dennoch ziemlich fertig gibt es ein kurzes Frühstück in der Stadt, bevor das Gepäck am Bahnhof zwischengeparkt wird und es mit der völlig überfüllten Straßenbahn zum Stadion geht. Sonne ist ja was feines, aber nach einer durchzechten Nacht tut sie den müden Augen nicht besonders gut. Mehr...

5-Jähriges Freizeitliga-Jubiläum

Erste Runde Zepelin, zweite Runde Kuhs - in Groß Schwiesow haun wir euch zu Muß! schallt es auch in diesem Jahr wieder über die Sportplätze der Region und das bereits im fünften Jahr. Ein Grund, den Saisonauftakt gebührend mit einer Choreo zu feiern, wofür die befreundete Mannschaft aus Wiendorf eingeladen wurde.
Erwartungsvoll geht es also nach Feierabend auf die Autobahn ins benachbarte Klueß, wo heute in der Pfeffi-Arena bereits um 18:30 Uhr die Saison eröffnet werden soll, da die Gäste sich um drohende Dunkelheit sorgen. Mehr...

Trister Drittliga-Alltag

Sind wir mal ehrlich, so langsam weicht die gewohnte Vorfreude auf eine Auswärtsfahrt dem Ärger über den sportlich wenig erfolgreichen Fußball in Rostock. Da kann man wohl für viele sprechen, die sich den Spaß Woche für Woche geben, wenn man sagt, dass wir eigentlich gar keine sportlichen Glanzleistungen erwarten oder den sofortigen Aufstieg in eine höhere Spielklasse. Alles was wir erwarten, ist Einsatz, Kampf, Leidenschaft. Ihr Jungs repräsentiert auf dem Platz unseren Verein, unsere Stadt, unser Bundesland und genau das solltet ihr mit Stolz tun. In der Hoffnung, das der Funken endlich wieder überspringt und ihr euch wirklich mal für euren Verein den Arsch aufreißt, geht es also auch an diesem Wochenende auf die Autobahn mit dem Ziel Osnabrück. Mehr...

Leipziger Fußball-Idylle

Familiäre Angelegenheiten beschwerten mir für dieses Wochenende mal wieder einige Kilometer auf deutschen Autobahnen und was gibt es da auf einen Samstag besseres, als ein Zwischenstopp bei einem Verein, bei dem der Besuch schon lange fällig war? Bereits auf der Autobahn geht es an einigen blau-weißen Autos vorbei, was irgendwie von dem Geruch frischer Landluft begleitet wird - ob es da einen Zusammenhang gibt? Vielleicht sind die auch auf dem Weg nach Leipzig, dann aber vermutlich größtenteils zum völlig Überbewerteten Bundesliga-Kick und nicht zu Chemie.
Bei strahlendem Sonnenschein erreichen wir schließlich Leipzig, wo wir entgegen des eigentlichen Vorsatzes, trotz Rostocker Kennzeichen das Auto direkt am Stadion abstellen. Bei der angrenzenden Kleingartenanlage lacht uns dann bereits ein Schild mit der Aufschrift Gegrilltes und Bier an, womit die Frage, wie man die zwei Stunden bis Anpfiff am besten verbringt, geklärt ist. Mit der Zeit finden sich auch immer mehr Leipziger ein, um sich auf die Partie ihrer Mannschaft einzustimmen. Nette Lokation, aber die Preise sind schon recht ordentlich. Mehr...

Polnisches Flair und verschenkte Punkte

Auf der Titelseite der Greif Zu war zum Aalen-Heimspiel noch zu lesen Alle mit WET nach Zwickau, doch wie schon am letzten Wochenende in Lotte, sollte auch die Terminierung für Zwickau über den Haufen geworfen werden. Eine Demo in Leipzig sei wohl diesmal der Grund, warum die Polizei eine Absicherung der Partie nicht leisten könne. Demnach wurde das Spiel einfach auf Montag Abend verlegt - ein Schlag ins Gesicht für jeden Gästefan, der die Fahrten Woche für Woche auf sich nimmt. Aber wir wären schließlich nicht Hansa Rostock, wenn uns das davon abhalten würde, die Reise dennoch anzutreten. Also wurde direkt ein Auto gebucht, dessen Besatzung mit unerwartet hohem Ansturm schnell vollzählig war.
Dank meines kulanten Arbeitgebers konnten wir uns bereits 13 Uhr auf den Weg machen, um rechtzeitig am vereinbarten Treffpunkt zu sein. Im Voraus war eine Überraschung angekündigt worden, welche die meisten bereits hier in Empfang nahmen. Passend zum geplanten Intro gab es Camouflage-Jacken, die mit einer weißen Hansa-Kogge auf dem Rücken aufgewertet worden waren. Nach dem obligatorischen Mob-Foto ging es dann die letzten Kilometer in einem Auto-Konvoi beachtlicher Länge nach Zwickau. Ein genervter LKW-Fahrer an einem Autobahnkreuz ist wohl symbolisch für dieses Bild, der mit Hilfe von Hupe und Lichthupe, sowie 2cm Sicherheitsabstand versuchte, den Konvoi über die Abfahrt zu hetzen. Die letzte Bank in unserem Gefährt schien jedenfalls kurz vorm Herzinfakt zu stehen. Mehr...

Volle Lotte - eine Bus-Tour

Wie sich manche Fahrten erst spontan ergeben, gibt es auch die Fahrten, die bereits Wochen im Voraus geplant werden. In die letztere Kategorie fällt das Auswärtsspiel in Lotte. Der kleine Ort verfügt nicht einmal über einen eigenen Bahnhof, was wohl einer der Gründe sein könnte, warum für dieses Spiel der größte Bus-Konvoi seit 1842 - so lautete zumindest die Ankündigung - ausgerufen wurde. Mit Unbehagen beobachtete man deshalb im Vorfeld der Partie einige Spielabsagen und Spielverschiebungen und tatsächlich sollte uns eine Verschiebung des Spiels von Sonntag auf Samstag drohen. Viele Telefone müssen wohl heiß gelaufen sein, um dennoch alle Busse umbuchen zu können. In unserem Fall stand erst zwei Tage vor Abfahrt fest, dass der Bus wirklich fahren konnte. Für den Aufpreis von über 50% dürfen wir uns wohl beim DFB bedanken.
Am frühen Samstag morgen traf man sich also am Rostocker Hauptbahnhof, wo bereits 5 Busse für die Abreise bereit standen. Insgesamt sollen wohl 15 Busse aus verschiedenen Städten die Reise angetreten haben. Unser Bus dagegen ließ noch eine Weile auf sich warten, da sich wohl ein Fahrer krank gemeldet hatte und der Verbliebene seine Ruhezeiten einhalten musste. Mit einer Stunde Verspätung startete dann auch unsere Reise. Neben Bier und Brötchen gab es ein Motto-Shirt und Aufkleber zu erwerben, was ein wenig an eine Kaffee-Fahrt erinnerte. Bald konnte man sich dann aber dem feuchtfröhlichen Teil der Fahrt widmen, wodurch trotz der kurzen Strecke bereits Höhe Bremen das einzige WC an Bord voll war. Der tragische Unfall auf der A1 in den frühen Morgenstunden sorgte schließlich für eine kleine Eskalation, da sich die nächste Pause durch den weiterhin vorhandenen Stau entschieden verzögerte. Ein Halt auf einer Landstraße erlöste dann die angespannten Gemüter und so erreichten wir schließlich kurz vor Anpfiff Lotte. Mehr...

Ein unheimlicher Ausflug ins Grüne

Die erste Fahrt des Jahres ist gut überstanden, da steht auch schon die Fahrt aufs Dorf - nach Großaspach - an. Nicht unbedingt eines der spektakulärsten Ziele in Liga 3 und auch die Erwartung ist nach dem unterdurchschnittlichen Start ins neue Jahr gering. Dennoch geht es bereits am frühen Morgen mit dem Auto auf die Reise.
Nachdem der Winter uns unterwegs seine schneebedeckten Landschaften präsentiert hatte, erreichen wir bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen das heutige Tagesziel - alleine für diesen netten Frühlingstag hat sich die Reise schon gelohnt. Trotz Entfernung und der sportlichen Leistung füllt sich der Gästeblock gut und auf Heimseite wächst mal wieder die Nervosität.
Im Vorfeld der Partie erreichte uns die kuriose Nachricht, im Gästeblock würde während der Partie kein Klopapier bereitstehen. An dieser Stelle muss man sich einmal die imense Belastung vorstellen, welcher sich der gastgebende Dorf-Verein regelmäßig ausgesetzt sieht: Jedes zweite Wochenende pilgern tausende von gegnerischen Fans nach Großaspach, wodurch die Bevölkerungszahl sich kurzzeitig beinahe verdoppelt. Selbstverständlich kann dabei nicht immer für alle genug Klopapier vorhanden sein - da fühlt sich der gemeine Rostocker natürlich gleich verpflichtet, bei der Überbrückung dieses Engpasses mitzuhelfen. Dieses Engagement weiß der Ordnungsdienst zu schätzen und sortiert dankbar einen gewissen Prozentsatz für die heimische Bevölkerung heraus. Mehr...

Die Hauptattraktion - Camp Nou

Wer kennt das nicht? Ein neues Jahr und wieder sagt man sich, dieses Jahr mach ich endlich, was ich mir die letzten Jahre immer schon vorgenommen hab. Tatsächlich lag mir einer meiner üblichen Reisebegleiter schon seit längerem in den Ohren, er wolle endlich dem Camp Nou einen Besuch abstatten. Meine Begeisterung dafür hielt sich zwar in Grenzen, aber der geplante Umbau ab dem Sommer war dann Überzeugung genug. Also geht es für uns wieder einmal im Januar nach Spanien.
Viel zu früh trifft man sich in Rostock am Hbf, von wo es mit dem IC zum Hamburger Flughafen geht. Nachdem ich bei der Sicherheitskontrolle wie angekündigt wieder am längsten gebraucht hatte - offensichtlich waren wohl Rückstände von diversem Silvester-Spielzeug am Rucksack gefunden worden - heben wir ab gen Süden. Bis man dann das Auto abgeholt, einen Parkplatz gefunden und eingecheckt hat, ist der Tag bereits gelaufen und es bleibt nur noch ein gemütlicher Abend bei Tacos und Bier. Mehr...

Ausflug nach Poznań

Nachdem die erste Hälfte meiner diesjährigen Pflichtspiele in Polen bereits erfolgreich abgehakt werden konnte, stand für dieses Wochenende das Danziger Derby auf dem Plan, welches bereits nach wenigen Augenblicken ausverkauft gewesen ist. Die perfekte Ergänzung dazu war erneut das Spiel der Kolejorz, die an diesem Wochenende zuhause spielen würden. Mitte der Woche kam dann aber die Ernüchterung, da die Akkreditierung abgelehnt wurde und somit der eigentliche Hauptakt ersatzlos gestrichen wurde. Kein Grund, zuhause zu bleiben, denn in Poznań warteten neben dem Spiel auch alte Bekannte, denen ich das nächste gemeinsame Bierchen bereits seit zwei Jahren schuldete.
Somit hieß es am frühen Samstag morgen ab zum Bahnhof, um mit dem Bus gen Berlin zu starten. Was machst du denn schon wieder hier? Mainz II?! Ja da muss man dem Busfahrer wohl Recht geben, eine offensichtlich gute Ausrede das Heimspiel unserer Kogge zu verpassen gibt es wohl nicht, aber zumindest ist es der letzte geplante Trip für dieses Jahr und somit hält sich das schlechte Gewissen in Grenzen und wird von der Vorfreude auf den Abend überstrahlt. Ab Berlin geht es dann wie gewohnt mit dem roten PolskiBus weiter, der aufgrund von Stau kurz vor der Grenze erst mit einiger Verspätung Poznań erreicht. Mehr...

Wie gewonnen, so zerronnen..

Legia gegen Lech - da fällt einem momentan wohl als Erstes das vergangene Pokalfinale ein, bei welchem sich die sonst weiße Legia-Kurve eindrucksvoll in tiefschwarzen Rauch hüllte. Etwas wehleidig wünscht man sich, man hätte damals selbst mit Gänsehaut vor der Kurve gestanden und dieses Spektakel erlebt. Zeit also, einem direkten Duell dieser beiden Fanszenen endlich einmal selbst beizuwohnen. Da ich bereits vor zwei Jahren Lech einen Besuch abgestattet hatte, war bereits vor der Saison klar, dass es mich diesmal nach Warschau ziehen sollte. Allerdings stand das Gerücht im Raum, dass aufgrund des Pokalfinales die nächste Zeit keine Gäste zugelassen seinen, wenn diese beiden Teams gegeneinander spielen. Ein fader Beigeschmack, der einige potentielle Mitfahrer abschrecken sollte. Mehr...

Mit dem Nachtzug nach Chisinau

Allen Befürchtungen zum Trotz, scheint es das Normalste auf der Welt zu sein, in Bukarest Tickets für den Nachtzug nach Moldawien zu kaufen. Für umgerechnet etwa 50€ pro Person gibt es die Tickets für beide Strecken inklusive Reservierung im Schlafwagen. So bleiben uns noch vier Stunden in der rumänischen Hauptstadt, die wir für die Verkostung eines rumänischen Döners nutzen - lecker!
Aufgeregt wie ein kleines Kind geht es weiter zum Bahnsteig, wo schließlich unser Nachtzug bereitgestellt wird. Offensichtlich ist es ein moldawischer Zug, der für jeden Wagon einen eigenen Zugbegleiter hat. Unser scheint etwas grimmig zu sein und starrt immer wieder auf die Reservierung - für die Hinfahrt stammt diese von einem deutschen Bahnschalter. Deutsch?! brummt er in unsere Richtung - ja.. - damit scheint er erstmal zufrieden zu sein. Mehr...

Jugendkick am Schwarzen Meer

Die Zugfahrt durch Bulgarien verlief eher unspektakulär und man fühlte sich fast ins heimische Mecklenburg-Vorpommern versetzt, wären die Landschaft etwas flacher. Witzig war leidiglich, als ich zum dampfen an einem Bahnhof den Zug verlassen wollte und mich die Schaffnerin irritiert ansah: Electronski?! und auf den Zug zeigte. Das hieß dann übersetzt, dampfen ist im Zug erlaubt, rauchen nicht - läuft!
Varna hatten wir uns für zwei echte Urlaubstage auserkoren, doch so wirklich gut empfanden wir unsere Wahl schließlich nicht. Die Stadt macht insgesamt nicht viel her und für den Strand war das Wetter nicht so berauschend, da es um diese Jahreszeit doch schon recht schnell frisch wird. Nett ist in Varna der große Park und eine Fußgängerzone. Dazu gibt es unweit noch eine Kathedrale, dann hat man aber auch schon alles gesehen.
Für den zweiten Tag in Varna hatten wir uns deshalb den nahegelegenen Steinwald ausgesucht - eine natürliche Ansammlung von Steinsäulen, für deren Entstehung es verschiedenste Theorien gibt. Anders als die vielen künstlich erschaffenen Ruinen, aber mal ein völlig anderes und wirklich schönes Erlebnis. Da der Steinwald etwas außerhalb von Varna liegt, kann er nur mit dem Taxi erreicht werden. Als der Taxifahrer seinen Auftrag inklusive einer Stunde Wartezeit vernommen hat, hielt er noch schnell am nächsten Kiosk, um sich panisch noch eine Zeitung zu kaufen. Für etwa 25€ Taxikosten kann man die Tour durchaus empfehlen. Mehr...

No Pyro - No Party

Nach einer gefühlten Stunde an der Grenze erreichen wir mit unserem Bus Bulgarien. Kaum weniger erfreulich ist unsere erste Taxifahrt hier, denn für die 2 Kilometer zum Apartment verlangt man ganze 25 Lewa von uns - absoluter Wucher und die Dame vom Apartment erzählt uns dann, dass die Fahrt eigentlich nur 5 gekostet hätte. Tja, falsches Taxi genommen. Nach dieser Erfahrung entschließen wir uns, die kaum weitere Strecke zum Stadion zu laufen, auch um unterwegs noch ein wenig die Stadt zu begutachten und sich der Nahrungsaufnahme zu widmen.
Die Suche nach echtem bulgarischem Essen scheitert, da die entsprechenden Lokalitäten überfüllt sind. Stattdessen gibt es Pasta und die Nachbestellung einer Pizza aufgrund der viel zu kleinen Portion schien die Kellnerin beinahe als Beleidigung aufzufassen. Uns kümmert das wenig, denn gesättigt kann es jetzt zum Spiel gehen. Vorbei geht es an der russischen Kirche, der Kathedrale und dem Nationalstadion. Beeindruckt sind wir aber wohl am Meisten vom Extreme Fest, bei welchem irgendwelche Radfahrer über eine Rampe springen und dabei fröhlich Saltos schlagen - verrückte Menschen. Mehr...

Eine Stadt mit zwei Gesichtern

Dieses Mal hat es uns ein wenig weiter nach Osten verschlagen, wobei Mazedonien noch das am westlichsten gelegene Land dieser Reise sein wird. Bei unserer Ankunft in Skopje erwartete uns bereits das hiesige Nachtleben, denn unweit unseres Apartments war eine kleine Bühne aufgebaut, wo eine Band einen Klassiker nach dem anderen zum Besten gab. Rings herum sammelten sich im Verlauf des Abends immer mehr Jugendliche, die bei einem Dosenbier den Klängen lauschten.
Tags darauf waren wir schon früh auf den Beinen, um die Stadt zu erkunden, die beinahe ausgestorben wirkte. Abgesehen von einem Obdachlosen auf einer Parkbank und einem etwas aufdringlichen Schuheputzer trafen wir nicht viele Menschen. Dafür entdeckten wir eine ungewöhnlich große Anzahl von Denkmälern, die - wie uns der Taxifahrer später erzählte - erst in den letzten Jahren entstanden sind. Die korrupte Regierung habe sich damit wohl viele Gelder in die eigene Tasche gewirtschaftet. Die Protestbewegung hat deshalb viele dieser Denkmäler mit Farbbeuteln beworfen. Wie er uns weiter erzählte, sei es aber im Moment ruhig, da bald Wahlen anstünden. Auf die Frage, was er sich denn wünsche, antwortete er nur einen Regierungswechsel, Hauptsache die aktuelle kriminelle Regierung sei weg und möglichst hinter Gitter. In der Tat schwankt die Stadt irgendwo zwischen prunkvollen Plätzen und bettelnden Kindern, sowie dem häufig sehr penetranten Urin-Geruch in der Luft.
Den restlichen Tag nutzen wir für eine Fahrt auf den Berg Vodno mit einer schönen Aussicht über die Stadt, die sich über den gesamten Talkessel erstreckt und bei weitem die größte Stadt Mazedoniens ist. Unser Taxifahrer brachte uns schließlich zu einem abgelegenen aber sehr leckeren Restaurant unweit des Stadions, von wo wir frisch gestärkt zum wichtigsten Abschnitt unseres Aufenthalts aufbrachen. Mehr...

Strahov, Gulasch und ein bisschen Fußball

Tag 2 beginnt mit einem ausgiebigen Frühstück im Hotel, nachdem wir einigermaßen ausgeschlafen haben. Vor dem 15 Uhr Kick der Bohemians bleibt da noch Zeit, sich endlich mal das alte Strahov-Stadion anzuschauen. Besser kann man Sightseeing in Prag wohl kaum gestalten, denn die alten Tribünen machen noch eine Menge her. Auf den Plätzen im Stadion ist auch noch ordentlich Betrieb, da hier vor allem einige Jugendmannschaften von Sparta fleiig trainieren. Der Kontrast zu den umgekippten vor sich hin gammelnden Bänke wirkt da beinahe skuril.
Vor dem Spiel gibt es dann noch ein weiteres kulinarisches Highlight, denn unweit des Stadions kan ein kleines tschechisches Restaurant namens U Pštrosa ausfindig gemacht werden, wo von der nur in Landessprache vorhandenen Speisekarte eine ordentliche Portion Gulasch für den kleinen Taler erstanden wird. Anschließend wird es Zeit, langsam die Tore des Stadion Ďolíček zu passieren. Mehr...

Flotter Kick in Mladá Boleslav

Wenn es etwas gibt, was wirklich unschön ist, dann ist das ein Auswärtsspiel von Hansa auf einen Freitag, den man statt auf der Autobahn im Büro verbringt. Um sich vom Schicksal aber nicht das ganze Wochenende versauen zu lassen, entschieden wir uns, einfach einen kleinen Ausgleich für das verpasste Spiel zu schaffen. So geht es am frühen Samstag Vormittag in süd-östlicher Richtung auf die Autobahn. .
Tatsächlich ist es nicht der erste Versuch, Hradec Králové einen Besuch abzustatten und auch heute wird es keine Besuch im schönen alte Všesportovní Stadion geben, denn es wird - vermutlich wegen des geplanten Umbaus - in Mladá Boleslav gespielt. Etwa zwei Stunden vor Anpfiff erreichen wir bei ca. 30°C die etwa 60 Kilometer von Prag entfernte Stadt. Ein Parkplatz am Stadion ist schnell gefunden und so kann man sich zunächst ein Bierchen gegen den Durst und ein Eis gegen die Hitze im nahegelegenen Supermarkt gönnen. Mehr...

50-Jähriges Jubiläum des BFC

Im Rahmen meiner Semesterprüfungen hat es mich an diesem Wochenende statt in den Pott nach Berlin verschlagen. Dabei kann ich mich glücklich schätzen, dass aufgrund der Länderspielpause auch kein Spiel unserer Kogge dafür ausfallen muss. Dagegen stellt sich die beinahe ebenso bedeutende Frage, wie man der Fahrt in die Hauptstadt dann einen tieferen Sinn verleihen kann? Also morgens schnell noch die Kamera eingepackt und vor Ort die Groundhopper-App angeschmissen. Zwischen ein paar Spielen im Brandenburg-Pokal sticht da das Testspiel des BFC am Abend ins Auge, wobei es sich um das Geburtstagsjubiläum handeln soll. Das schürt die Erwartungen und fällt - zusammen mit dem wirklich schicken Stadion - schließlich die Entscheidung. Mehr...

Januar, Februar, März, April...

die Jahresuhr steht niemals still... Ebenso wenig wie der Fußball, der uns neben im Moment schauerlichen Drittligapartien auch ein wenig Oberligaspaß gönnt. Am heutigen Sonntag geht es, wie könnte es auch anders sein, mal wieder nach Berlin, wo etwa 90% aller Auswärtsspiele stattfinden. Wenigstens gibt es in Berlin auch 200.000 Sportplätze, sodass wir die Hertha heute nicht wie zuletzt auf dem Kunstrasenplatz, sondern auf dem benachbarten Rasenplatz, dem Sportplatz Sömmeringstraße, besuchen dürfen. Grund für die neue Spielstätte ist, dass ab dem zweiten Jahr in der Oberliga nicht mehr auf Kunstrasen gespielt werden darf.
Für mich geht es am frühen Vormittag auf die Autobahn, die bereits auf den ersten Metern völlig überfüllt wirkt. Somit verzögert sich auch die Ankunft in Güstrow, wo die restliche Autobesatzung zusteigt. Noch sind wir ganz guter Dinge, dass heute alles glatt läuft, denn die berühmt berüchtigte Müritz-Brücke wird vorsorglich umfahren. Leider haben wir die Rechnung ohne die Öffnungszeiten der benachbarten Brücke in Malchow gemacht, sodass wir schon jetzt so viel Zeit verloren haben, dass der Anpfiff nicht mehr zu schaffen ist. Einige Staus später erreichen wir dann endlich unseren heutigen Zielort, wo die Partie schon in vollem Gange ist - allerdings ohne zählbare Ereignisse. Mehr...

Auswärtspleite in Regensburg

Nachdem wir inzwischen schon ein paar Jahre in Liga 3 rumdümpeln, wiederholen sich Jahr für Jahr auch die Reiseziele der Saison. In diesem Jahr sind mit Zwickau und Lotte zumindest zwei neue Gesichter im grauen Drittligaalltag aufgetaucht. Der heutige Gegner Jahn Regensburg, ist dagegen nicht völlig unbekannt. Nach nur einer Saison Abstinenz ist der SSV Jahn zurück in Liga 3 und das gleich noch mit einem neuen Stadion. Nach vielen schönen Fahrten ins nördliche Bayern in den letzten Jahren, haben wir uns diesmal entschieden, mit dem Auto anzureisen. Nachdem ganz Rostock vermeindlich ausgebombt war, was größere Fahrtzeuge angeht, hat unsere Lieblingsautovermietung schließlich doch noch einen 7-Sitzer locker machen können, sodass es bereits in den frühen Morgenstunden auf die Autobahn ging.
So konnte bei Ankunft in Regensburg auch die Biergartentradition fortgesetzt werden. Dafür musste aufgrund der Lage des neuen Stadions eine neue Lokalität ausfindich gemacht werden, wo wir nach ein paar Diskussionen und einer kurzen Wartezeit schließlich doch vor der eigentlichen Ladenöffnung eintreten durften. Somit war der Tag mit Bier und einer Portion Kässpätzle wohl auf dem vorläufigen Höhepunkt, bis es langsam Zeit wurde, sich die neue Arena mal aus der Nähe anzuschauen. Mehr...

Ein torreiches Spiel in Belfast

Irland gehört zu den Ländern, die schon lange oben auf meiner Wunschliste stehen. Innerhalb einer Woche führt uns der Weg von Dublin über Belfast und Derry nach Galway und über Limerick und Dingle zurück nach Dublin. Leider haben es die Macher des Spielplans der irischen Liga nicht gut mit uns gemeint, sodass uns lediglich die Europaleague Qualifikation in Belfast bleibt, um dem Urlaub ein wenig Fußball unterzumischen.
Nach einem Besuch im Tollymore Forest Park, in dem einige Game of Thrones-Szenen gedreht wurden und einem etwas enttäuschenden Ausflug nach Winterfell - the Old Castle Ward - geht es am Abend nach Belfast, wo wir etwa zwei Stunden vor Anpfiff das Stadion erreichen. Abgesehen von ein paar Spielern ist auf den Straßen noch nichts zu erkennen, was auf ein Fußballspiel hindeuten würde. Wir decken uns also erstmal mit ein paar Pfund ein und finden etwa einen Kilometer entfernt im Fresh noch ein anständiges Abendessen.
Als wir zurück zum Stadion kommen, sieht die Umgebung jetzt wirklich nach Fußball aus, denn aus allen Ecken sieht man nun Nordiren mit Schal gen Stadion pilgern. Am einzigen Eingang dürfen wir dann 10 Pfund löhnen, ohne dafür wenigstens ein Ticket zu ergattern - die werden hier nur zu Spielen gedruckt, wo es sich lohnt zu kontrollieren wer wo steht. Immerhin gibts für weitere 3 Pfund ein Stadionheftchen. Mehr...

Testspiel beim GSC II

Die Sommerpause nährt sich langsam dem Ende, ebenso wie das sommerliche Event, welches wohl wieder einmal ganz Europa beschäftigt hat. Abseits dessen gibt es aber kaum etwas Schöneres, als nach mehreren Wochen Pause einfach mal wieder auf einem normalen Sportplatz völlig normalen Fußballalltag zu genießen. Dafür hat sich an diesem Sonntag ein Testspiel im benachbarten Güstrow angeboten, wo die frisch in die Landesklasse aufgestiegene zweite Mannschaft des GSC einen Landesligisten zu Gast hat.
Die etwa 40 Kilometer rauschen auf der Autobahn wie im Flug vorbei und wenig später ist die Sportschule Güstrow erreicht - von einem Sportplatz ist aber weit und breit nichts zu sehen. Stattdessen muss im angrenzenden Wald noch einmal GoogleMaps gefragt werden, bis schließlich die richtige Einfahrt gefunden ist. Heute wird allerdings nicht auf dem schicken Hauptplatz, sondern auf dem Kunstrasenplatz daneben gespielt. Mehr...